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Als Paul Oestergaard den Verlag in Berlin gründete, war er bestrebt, seine Kraft und schöpferische Phantasie in seinem eigenen Unternehmen zu entfalten.
Mit dem Ziel, den Globus dem breiten Volk nahe zu bringen, nahm er 1909 unter dem Leitgedanken "Ein Columbus Globus für jedes Heim" die Produktion auf. Er bot seinen Kunden vorbildliche Kartographie und produzierte die geschmackvollen Ausführungen in großen Stückzahlen, so dass er das Abbild der Erde erstmals zu einem günstigen Preis anbieten konnte.
Bereits nach wenigen Jahren wurden die ursprünglich bezogenen Räume für den weltweit exportierenden Verlag zu klein. Die Produktion wuchs stetig und die Belegschaft verzehnfachte sich. Die Columbus Globen wurden in 24 Sprachen produziert.

Die zweite Generation, Paul Oestergaard jun., trat 1942 in den Verlag ein. Im gleichen Jahr wurden Verwaltung und Fertigung ein Opfer des Krieges und mussten danach auf benachbarte Stätten und in das Privathaus der Familie verlegt werden.
Nach Kriegsende unternahm man mit dem verbliebenen Mitarbeiterstamm Versuche zum Wiederaufbau und beschloss nach der russischen Blockade 1948 die Gründung eines Werkes in Süddeutschland (Stuttgart).
Die Produktion wuchs stetig, und mit der Patentierung des "DUO"-Globus wurde es erstmals möglich, zwei Kartenbilder gleichzeitig auf einem Globus darzustellen.

1963 trat mit Peter Oestergaard die dritte Generation der Familie in das Unternehmen ein. Der studierte Maschinenbauer war von Anfang an an der Entwicklung des 1965 vorgestellten "Duplex"-Globus beteiligt und automatisierte die Herstellung der revolutionären Kunststoffmodelle.
Als 1972 der Globus "Planet Erde" vorgestellt wurde, wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Verlags gesetzt. Ein Maximum an Information und die Beantwortung vieler Fragen wurden auf diesem außergewöhnlichen Globus angeboten, der Sonnenauf- und Untergänge, Dämmerungszonen und Jahreszeiten anzeigt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1993 brachen die Umsätze der Branche ein und Peter Oestergaard beschloss, gemeinsam mit seinem Sohn Torsten, den Umzug nach Krauchenwies. In einer Zeit, in der die Kartographie und die Produktion kaum mit der Schnelligkeit der weltweiten Veränderungen mithalten konnten, wurden die hier ansässigen Zulieferer enger in den Produktionsablauf eingebunden und die Kapazität deutlich ausgebaut.

1999 übernahm der Columbus Verlag den Kern der Belegschaft des Leipziger Räthgloben-Verlags. Mit Gründung der Leipziger Globusmanufaktur wurde die Produktion vergrößert und die traditionelle Handwerkskunst der Handkaschierung mundgeblasener Kristallglasgloben vor dem Aussterben bewahrt.
Ein Jahr später überraschte der Verlag die Branche abermals und setzte mit einer Weltneuheit neue Maßstäbe. Columbus stellte ein Modell vor, in dem die Weltkugel innerhalb eines Magnetfelds frei schwebt.

Für die Zukunft setzt das Unternehmen unter der heutigen Geschäftsführung von Torsten Oestergaard ganz auf Expansion. In diesem Sinne wurde 2003 die Tochterfirma CartoDirect gegründet, die europaweit exklusiv den Vertrieb des Karten- und Globensortiments der NATIONAL GEOGRAPHIC SOCIETY und darüber hinaus der Produkte der Columbus Verlag Paul Oestergaard GmbH übernommen hat.