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Columbus Globen seit 1909

Als Paul Oestergaard den Verlag in Berlin gründete, war er bestrebt, seine Kraft und schöpferische Phantasie in seinem eigenen Unternehmen zu entfalten. Schon bereits einige Jahre zuvor konnte er mit seinem Bruder Erfahrungen in der Globusherstellung sammeln.


Mit dem Ziel, den Globus dem breiten Volk nahe zu bringen, gründete er im Januar 1909 unter dem Leitgedanken "Ein Columbus Globus für jedes Heim" den COLUMBUS Verlag in Berlin. Er bot seinen Kunden vorbildliche Kartographie und produzierte die geschmackvollen Ausführungen in großen Stückzahlen, so dass er das Abbild der Erde erstmals zu einem günstigen Preis anbieten konnte.

Bereits nach wenigen Jahren wurden die ursprünglich bezogenen Räume für den weltweit exportierenden Verlag zu klein. Die Innovationen von COLUMBUS beherrschten den Markt und die Produktion wuchs stetig. Die Belegschaft verzehnfachte sich. Die Columbus Globen wurden in 24 Sprachen produziert.

Die zweite Generation, Paul Oestergaard jun., trat 1942 in den Verlag ein. Im gleichen Jahr wurden Verwaltung und Fertigung ein Opfer des Krieges und mussten danach auf benachbarte Stätten und in das Privathaus der Familie verlegt werden.

Nach Kriegsende unternahm man mit dem verbliebenen Mitarbeiterstamm Versuche zum Wiederaufbau und beschloss nach der russischen Blockade 1948 die Gründung eines Werkes in Süddeutschland (Stuttgart).

Die Produktion wuchs stetig, und mit der Patentierung des "DUO"-Globus wurde es erstmals möglich, zwei Kartenbilder gleichzeitig auf einem Globus darzustellen.

1963 trat mit Peter Oestergaard die dritte Generation der Familie in das Unternehmen ein. Der studierte Maschinenbauer war von Anfang an an der Entwicklung des 1965 vorgestellten "Duplex"-Globus beteiligt und automatisierte die Herstellung der revolutionären Kunststoffmodelle.

Als 1972 der Globus "Planet Erde" vorgestellt wurde, wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Verlags gesetzt. Ein Maximum an Information und die Beantwortung vieler Fragen wurden auf diesem außergewöhnlichen Globus angeboten, der Sonnenauf- und Untergänge, Dämmerungszonen und Jahreszeiten anzeigt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 brachen die Umsätze der Branche ein und Peter Oestergaard beschloss, gemeinsam mit seinem Sohn Torsten, den Umzug nach Krauchenwies. In einer Zeit, in der die Kartographie und die Produktion kaum mit der Schnelligkeit der weltweiten Veränderungen mithalten konnten, wurden die hier ansässigen Zulieferer enger in den Produktionsablauf eingebunden und die Kapazität deutlich ausgebaut. So konnte COLUMBUS seinen führenden Anspruch in der Branche noch weiter ausbauen.

Zum Milleniumjahr überraschte der Verlag die Branche abermals und setzte mit einer Weltneuheit neue Maßstäbe. Columbus stellte ein Modell vor, in dem die Weltkugel innerhalb eines Magnetfelds frei schwebt. Beeindrucken konnte COLUMBUS ebenso mit den größten serienmäßig hergestellten Globen der Welt - die Großgloben der MAGNUM Reihe. Bis zu 2 Meter Durchmesser haben diese Globuskugeln und repräsentieren dabei die Welt in einer Genauigkeit die niemals zuvor erreicht wurde.

Auf der Buchmesse 2011 präsentiert COLUMBUS dem staunenden Publikum sprechende Globen die mittels einem Audiostift das Weltgeschehen berichten. Über diesem analog-digitalen Spagat staunt der Wettbewerb genauso wie die Fachwelt.

Doch schon ein Jahr später bringt COLUMBUS die erste 4D Globus app auf den Markt. Auch für ältere Globen einsetzbar kann der Kunde mit dieser App die Wetterdaten der Metropolen weltweit in einer 4. Dimension oberhalb der Globuskugel wie von Geisterhand schweben lassen. In der App ist ein Länderlexikon eingebunden, welches spannende und wichtige Informationen zu allen Ländern der Erde topaktuell präsentiert.

2015 dann erneut ein Meilenstein, der den Globenbauer seinen führende Stellung manifestiert. Niklas Oestergaard, mittlerweile die 5. Generation, entwickelte den Audio Lernstift weiter. Heute können unter 6 verschiedenen Kategorien aktuelle und wissenswerte Informationen abgerufen werden, darunter auch wunderschöne Filme der einzelnen Länder. Als wäre man direkt vor Ort.

COLUMBUS - eine Entdeckung wert